Fürstenwalde, 28. Mai 2026 - Wie steht es um die Integration in den Kommunen und wie arbeiten Verwaltung, Träger und Basis-Initiativen Hand in Hand?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Integrationsfachtags in Fürstenwalde, zu dem das AMIF-Projekt "Integrationsmanagement in Fürstenwalde" in Trägerschaft des Caritasverbandes am vergangenen Mittwoch, dem 20. Mai 2026, eingeladen hat.
Unter dem Titel "Integration gemeinsam gestalten" brachte die Tagung mit 60 Teilnehmende im Fürstenwalder Parkclub Fachkräfte, Ehrenamtliche und Projektträger zusammen. Unter der Moderation von Boris Klein von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) bot die Tagung einen Einblick in aktuelle Förderstrukturen, wissenschaftliche Erkenntnisse und erfolgreiche Praxisbeispiele.
Den Auftakt der Veranstaltung bildeten Grußworte von Kathrin Houda (Integrationsbeauftragte der Stadt Fürstenwalde/Spree) und Sigrid Rosenbusch vom Fachreferat Europa des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e. V.
Im Fachprogramm informierten Herr El-Masri und Frau Stoycheva von der AMIF-Behörde des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) über rechtliche Aspekte und Schwerpunktsetzung des AMIF (Asyl-, Migrations- & Integrationsfonds) sowie die operative Umsetzung in der Förderperiode 2021-2027 (unter anderem mit dem Hinweis, dass es zukünftig erhebliche finanzielle Kürzungen im Förderungsbereich geben wird).
Den wissenschaftlichen Rahmen setzte Dr. Madlen Pilz vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS e. V. Erkner) und Dr. Christian Lawrence vom gastgebenden "Integrationsmanagement in Fürstenwalde".
Am Nachmittag stellten Vereine, Initiativen und Projekte ihre Arbeit vor und präsentierten zukunftsweisende Ansätze aus verschiedenen Regionen und Programmen. Darunter der Verein Mühle United e.V. (der u.a. mit Sportangeboten Geflüchtete integriert) und Maan e.V. (der verschiedene Initiativen in Schwerin vernetzt und mit dem "Internationalen Haus" Räume für Sprachkurse und Beratung zur Verfügung stellt).
Erkenntnisse des Tages in Kürze:
- Hürden erkennen & Kompetenzen bündeln: Das komplexe AMIF-Förderprogramm ist durch den hohen Beantragungsaufwands für kleine Vereine und Basis-Initiativen schwer umsetzbar, durch Vernetzung steigen jedoch Wissen und Akzeptanz über europäische Förderungen.
- Erfahrungstransfer für den Sozialraum: Die Akteure profitieren künftig direkt von den am Nachmittag geteilten Praxisbeispielen, indem sie erprobte Erfolge ("Tops") und Fehlentwicklungen ("Flops") adaptieren.
- Schulterschluss mit der Kommune: Der Fachtag bot die Vergewisserung, dass Basisarbeit, Träger und die kommunale Verwaltung bei Integrationsprozessen an einem Strang ziehen.
- Integration als dynamischer Dauerprozess: Es herrschte Einigkeit darüber, dass Integration kein Einmalprojekt, sondern eine ständige Gemeinschaftsaufgabe bleibt - insbesondere, da durch internationale Fachkräfte, Familiennachzug und den Zuzug aus Berlin kontinuierlich neue Gruppen hinzukommen.
Über das Projekt: Das AMIF-Projekt "Integrationsmanagement in Fürstenwalde" (Caritasverband) fördert durch einen sozialraumorientierten Ansatz das Einleben von Drittstaatsangehörigen. Mittels Netzwerkarbeit, Festen und der Unterstützung von Migrantenorganisationen vor Ort stärkt es gezielt das gesellschaftliche Miteinander und die Aufnahmegesellschaft.
Pressekontakt:
Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V.
AMIF-Projekt "Integrationsmanagement in Fürstenwalde"
Susann Kühn und Dr. Christian Lawrence
Trebuser Straße 60, 15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: 0176 43211080 (S. Kühn); 0176 47318131 (Dr. C. Lawrence)
E-Mail: integrationsmanagement-in-fuerstenwalde@caritas-brandenburg.de
Website: Integrationsmanagement in Fürstenwalde